Besondere Gottesdienste

Familien- und Jugendgottesdienste

In regelmäßigen Abständen feiern wir den Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr als Familien- oder Jugendgottesdienst. Ohne das Eigentliche der Eucharistie überformen oder gar zudecken zu wollen, soll eine besondere (kind- bzw. jugendgerechte) Gestaltung, das aktive Einbeziehen von Kindern und Jugendlichen und nicht zuletzt eine entsprechende Kirchenmusik den Gottesdienst schön und lebendig erlebbar machen.
Besonders unsere Liedermappe mit neuen geistlichen Liedern ist dabei sehr hilfreich.
Während der Schulzeit ist jeden Donnerstag um 16.30 Uhr ein Schülergottesdienst, zu dem besonders die Kinder von der 2. bis zur 5. Klasse eingeladen sind. Nach der Schülermesse ist im Kolpingheim bis 18 Uhr Kinderchor.

 

Kleinkindergottesdienst Ungefähr einmal im Monat wird parallel zur 10.30 Uhr – Messe im Kolpingheim ein Kleinkindergottesdienst gefeiert: ein Wortgottesdienst speziell für unsere Kleinsten. Er eignet sich besonders für Kindergartenkinder, aber auch für Schüler der 1. und 2. Klasse. Die Eltern können ihr Kind ins Kolpingheim bringen und dann „in aller Ruhe“ in der Stadtpfarrkirche die Eucharistie mitfeiern.

 

Taizé-Gebet Einmal im Monat – immer mittwochs um 19.30 Uhr – ist in der Rundkapelle der Stadtpfarrkirche Taizé-Gebet. Taizé ist ein kleiner Ort in Frankreich, der durch die (ökumenische) Brüdergemeinschaft bekannt geworden ist, die dort miteinander lebt, betet und arbeitet und Jahr für Jahr viele Tausende Jugendliche anzieht.
Angelehnt an die dortige Praxis wird das Taizé-Gebet gefeiert: Spezielle Taizé-Lieder – kurze, eingängige Liedverse – werden immer wieder wiederholt, um sich in den Rhythmus des Gebets „einschwingen“ zu können. Stille und der Schein vieler kleiner Kerzen helfen mit, zur Ruhe zu kommen und ins meditative Verweilen vor dem Herrn zu finden.

 

Laetare-Fest Das Laetare-Fest ist eine Geisenfelder Besonderheit. Es wird jedes Jahr am 4. Fastensonntag (= Sonntag „Laetare“) mit einem Festgottesdienst in der Kirche und einer anschließenden eucharistischen Prozession um die Mariensäule begangen.
Es geht zurück auf ein Gelöbnis der Geisenfelder Bürger aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: 1632 wurde Geisenfeld von den Schweden erobert und dabei Markt und Kloster stark in Mitleidenschaft gezogen. In Folge dieser Notzeit brach eine Seuche aus, die 812 Todesopfer in der Bürgerschaft forderte. Damals versprachen die Einwohner, „fürderhin am Laetare-Sonntag eine Prozession zu halten, dass Gott diese furchtbare Geißel von diesem Ort fernhalten möge“.
In unserer Zeit ist das Laetare-Gelöbnis ein Gebetstag in allen Anliegen von Pfarrei und Stadt: „Vor Krankheit, Krieg und Not bewahre uns, o Herr!“

 

Anna-Fest Auch das Anna-Fest ist eine sehr alte Geisenfelder Tradition. Schon im Spätalter ist bei uns die Verehrung der Mutter Jesu, speziell des (heute in der Rundkapelle aufbewahrten) Gnadenbilds der Anna-Selbdritt bezeugt. Besonders in der Barockzeit war das eine große, sehr beliebte Wallfahrt, was bis heute die Deckenfresken der Stadtpfarrkirche bezeugen.
Heute wird das Anna-Fest immer am Abend des 26. Juli als „Hallertauer Wallfahrt von Frauen und Müttern“ in Zusammenarbeit mit dem KDFB begangen: Um 20 Uhr wird eine festliche Eucharistie gefeiert, zu der immer ein Festprediger eingeladen wird; anschließend ist eine Lichterprozession zur Mariensäule und ein gemeinsamer Abschluss im Klosterhof.

 

Vesper Vespern sind das traditionelle Abendgebet der Kirche. Wir legen Wert darauf, an den hohen Festen in der Stadtpfarrkirche eine besonders festliche Vesper zu feiern, die etwas ausdrückt vom Glanz des Festtags.
Dabei werden die Vespern an Weihnachten, Ostern und Pfingsten immer ökumenisch zusammen mit unserer evangelischen Schwestergemeinde gefeiert, damit wenigstens ein Gottesdienst die Christen beider Konfessionen an den wichtigsten Tagen des Kirchenjahres verbindet.

 

Pfarrwallfahrt Seit Jahrzehnten geht am letzten Samstag im September die Pfarrwallfahrt von Geisenfeld zu Fuß nach Bettbrunn zur Wallfahrtskirche des heiligsten Salvator (= Jesus Christus, der       Heiland und Erlöser). Abmarsch ist immer um 7 Uhr, Wallfahrtsgottesdienst um 15 Uhr.
Die Wallfahrt nimmt übrigens eine alte Tradition auf, die schon in der frühen Neuzeit bezeugt war und in den 70iger Jahren wiederbelebt wurde.

Kontemplation

Einmal im Monat – immer mittwochs um 19.00 Uhr – ist in der Rundkapelle der Stadtpfarrkirche (im Sommer), ab Herbst im Pfarrheim, Stadtplatz 7 Kontemplation. Zur Ruhe kommen, sich selbst mit allen Sinnen bewusst wahrnehmen, in der Stille verweilen, sich und die äußeren Gegebenheiten annehmen und hinfinden zum Jesu-Gebet. Kontemplation als mystischer Weg der christlichen Tradition kann eine unmittelbare Erfahrung des Seinsgrundes ermöglichen; den Meister Eckhart „als Wesen jenseits aller Formen“ beschreibt.

Kontemplation ist Einüben in den Augenblick, in die Gegenwärtigkeit des Lebens. Es geht um eine Seinserfahrung, die das Rationale, Personale und Konfessionelle übersteigt. Zentrales Element der Kontemplation ist das Sitzen in Stille, wie es in der christlichen Mystik wie auch in den östlichen Traditionen durch Jahrhunderte hindurch praktiziert wurde. Die Kontemplationsabende finden grundsätzlich im Schweigen statt.