Mess-Intentionen

 

In jeder Eucharistiefeier beten wir für die Verstorbenen: „Gedenke unserer Schwestern und Brüder, die entschlafen sind in der Hoffnung, dass sie auferstehen. Nimm sie ... in dein Reich auf, wo sie dich schauen von Angesicht zu Angesicht“ (2. Hochgebet). Denn die hl. Messe ist in der Tradition unserer Kirche der bevorzugte Ort, um der Verstorbenen zu gedenken: Wer das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Christi begeht, der hat Grund, für die Toten aus der Hoffnung des Glaubens heraus zu beten und sie in unserer Gemeinschaft zu wissen.

Aus dieser theologischen Wurzel heraus hat sich der katholische Brauch des Mess-Stipendiums entwickelt: eine Bitte an die Gemeinde, in der Eucharistiefeier (die natürlich immer für alle Lebenden und Verstorbenen gefeiert wird) meines Anliegens besonders zu gedenken – oder eben mit mir für einen Verstorbenen zu beten.
Früher waren die Einnahmen aus den Stipendien der wesentliche Lebensunterhalt der Priester. Heutzutage wird die gegebene Spende von 5 € für die Pfarrei verwendet, um das Kirchenpersonal und den Unterhalt der Kirche mitzufinanzieren. Es ist übrigens tatsächlich eine Spende: Niemand ist verpflichtet dazu.

Im Sinne des Kirchenrechts kann eigentlich nur eine Intention pro Messe angenommen werden. Alle weiteren Intentionen, die im Pfarrbrief stehen (bei uns normalerweise maximal 7), sind streng rechtlich keine Messintention, sondern eine Bitte um fürbittendes Gebet („Mitgedenken“). Diese „überzähligen“ Mess-Intentionen werden an die Bischöfliche Administration in Regensburg abgeführt, die sie dann (meist in die Mission) weiterleitet.

In der Pfarrei Geisenfeld können Sie eine Mess-Intention im Pfarrbüro zu den gewohnten Öffnungszeiten bestellen. Noch einfacher ist es, das Formular zu verwenden, das in den Kirchen ausliegt, und es in der Sakristei oder im Pfarrhof abzugeben.

Veröffentlichung von Messintentionen

Aus Gründen des Datenschutzes dürfen wir in der Zeitung und im Internet den Namen des Gebers der Messintention nicht mehr veröffentlichen. Im gedruckten Pfarrbrief, der rechtlich als "internes Mitteilungsorgan" gilt, können wir alles so beibehalten wie bisher. In der Meldung an die Zeitung müssen wir künftig den ersten Teil mit dem Namen des Gebers weglassen. Es heißt also künftig in der Zeitung nicht mehr: "Hans Meier f. + Onkel Karl Huber", sondern nur noch: "f. + Onkel Karl Huber". Nur noch im gedruckten Pfarrbrief erscheint die ganze Intention. Im Internet lassen wir die Messintentionen ganz weg.