Sicht auf Kirche im Sommer

Aktuelle Regelungen in der Corona Krise

Regelungen während der Coronakrise
Stand: 1. Mai 2020

1. Grundsätzliches

1.1. Ziel der nachfolgenden Rahmenvorgaben für den Ablauf eines Gottesdienstes ist es, sowohl der christlichen Verantwortung für die Gesundheit und das Leben von Menschen als auch dem Bedürfnis der Gläubigen, Gottesdienst zu feiern, gerecht zu werden. Unter strikter Einhaltung der allgemeinen staatlichen Beschränkungen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Corona-Pandemie soll deshalb schrittweise die Teilnahme an Gottesdiensten wieder ermöglicht werden. Hierfür muss das Infektionsrisiko soweit wie möglich minimiert bleiben.

1.2. Unter Beachtung der staatlichen Infektionsschutzvorschriften wird besonders erinnert: an das Abstandsgebot, an die verpflichtende Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung, an umfangreiche Desinfektionen und die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln. Die Teilnehmer werden darauf hingewiesen, dass sie nicht am Gottesdienst teilnehmen dürfen, wenn sie unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten vierzehn Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten gehabt haben.

1.3. Als konkrete staatliche Vorgabe für den Infektionsschutz in der Liturgie gelten ein Mindestabstand von mind. 2 Metern nach allen Richtungen (zwischen Personen eines gemeinsamen Haushalts kein Abstand erforderlich) und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für alle Gottesdienstteilnehmer (mit Ausnahme der Liturgen, die gerade einen Text vortragen, sowie der Gläubigen beim Empfang der Kommunion).

1.4. Geltungsbereich: Die nachfolgenden Anweisungen gelten für jegliche Liturgie in Pfarrkirchen. In Kirchen, in denen die nachfolgenden Weisungen nicht eingehalten werden können, kann keine öffentliche liturgische Feier stattfinden. Bei uns in Geisenfeld finden Gottesdienste darum ausnahmslos in der Stadtpfarrkirche statt.

1.5. Für die Kirche gilt eine Zugangsbeschränkung, die den nötigen Abstand zwischen den Teilnehmenden garantiert. Darum kann die Stadtpfarrkirche nur über den Zeller Eingang betreten werden. Dort sorgen Ordner dafür, dass die Zahl der erlaubten Teilnehmer nicht überschritten wird. Um evtl. Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden wir vorerst die Namen der Teilnehmer aufschreiben; diese Listen werden nach drei Wochen ungelesen vernichtet. Für Gläubige, die auf diese Weise nicht an der Sonntagsmesse teilnehmen können oder wollen, sondern sich über Medien oder durch persönliches Gebet mit der Sonntagsmesse verbinden, gilt die Sonntagspflicht als erfüllt. Die Plätze in der Kirche werden nach diesen Regeln durch farbige Zettel sichtbar gekennzeichnet, und zwar in jeder dritten Bank. 1.6. Gottesdienste im Freien sind mit einer auf 50 Personen begrenzten Teilnehmerzahl unter Gewährleistung der Abstandsregel (im Freien: 1,5 Meter) möglich. Die Festlegungen für die Kirche gelten für Gottesdienste im Freien analog. Ob Gottesdienste im Freien bei uns sinnvoll sind, wird sich zeigen.

1.7. Die Gottesdienstordnung wird im Pfarrbrief veröffentlicht. Bei Bedarf werden mehr Gottesdienste als bisher gefeiert, um jedem die Teilnahme zu ermöglichen.

1.8. Kirchenmusik: Der Volksgesang sollte auf Grund des erhöhten Partikelausstoßes beim Singen stark reduziert werden. Chorgesang ist nicht möglich. Das Gotteslob kann nur benutzt werden, wenn es von Zuhause mitgebracht wird. In der Kirche liegen keine Gesangbücher aus.

1.9. Der liturgische Dienst ist weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren und die Abstandsregel und das Maskengebot einzuhalten.

2. Zugang zur Kirche

Die Zeller Türen steht offen, sodass sie zum Betreten der Kirche nicht berührt werden müssen. Beim Vorbeigehen am (leeren) Weihwasserkessel machen die Gläubigen ein Kreuzzeichen. Am Eingang soll ein Desinfektionsmittelspender aufgestellt sein.

3. Verlassen der Kirche

Auch beim Verlassen ist auf gebührenden Abstand nach allen Richtungen zu achten. Die Kirche wird über das Hauptportal verlassen. Bei Schwierigkeiten mit den Treppen steht auch der Zeller Eingang (nach Absprache mit dem Ordner) zur Verfügung.

4. Feier der Heiligen Messe

4.1. Allgemeine Hinweise

4.1.1. Die liturgischen Dienste achten besonders darauf, den notwendigen Abstand einzuhalten.

4.1.2. Kollekte: Körbchen werden an den Eingängen aufgestellt, sodass sie ohne Berührung benutzbar sind.

4.1.3. Friedensgruß: Das Reichen der Hand unterbleibt. Der Friedensgruß kann von einer Verneigung zum Nachbarn begleitet sein.

4.2. Hinweise zum Kommunionempfang

4.2.1. Nach der eigenen Kommunion desinfiziert sich der Priester an der Kredenz nochmals die Hände und legt eine Mund-Nase-Bedeckung und Handschuhe an.

4.2.2. Der Priester geht zum Ort der Kommunionspendung. Er reicht den Gläubigen die Kommunion, indem er sie mit Schutzhandschuhen austeilt und mit größtmöglichem Abstand in die ausgestreckte Hand des/der Kommunikanten/in legen kann. Direkte körperliche Berührung der Hände ist grundsätzlich zu vermeiden gilt. Der 2m-Abstand muss auch unter den Kommunizierenden gehalten werden. Darum geht erst der rechte Block vorne zur Kommunion und dann der linke. Dann geht der Priester in die Mitte der Kirche, wo dann ebenfalls erst die rechte und dann die linke Seite herantritt.

4.2.3. Mundkommunion ist nicht möglich.

5. Hinweise zur Feier weiterer Sakramente

5.1. Taufe: Unbeschadet der Möglichkeit der Nottaufe ist die Taufe eines einzelnen Täuflings im engen Familienkreis dieses Täuflings möglich. Dazu gelten dieselben Regeln wie bei der Messe.

5.2. Erstkommunion und Erstbeichte finden nach Anweisung der Diözese zu einem späteren Zeitpunkt statt, auf alle Fälle nicht vor dem 31. August 2020.

5.3. Firmung: Die Firmungen für das Jahr 2020 werden ausgesetzt. Alles Weitere wird im Rahmen der Planung der Firmtermine für das Jahr 2021 geregelt.

5.4. Trauung: Für die Trauung im engen Familien- und Freundeskreis gelten dieselben Platz- und Abstandsregeln wie bei der Messe. Ob eine anschließende Hochzeitsfeier möglich ist, muss das Brautpaar unter Beachtung der staatlichen Vorschriften klären.

5.5. Beichte: Beichten sind nach Anmeldung in der Kirche (aber nicht im Beichtstuhl) möglich.

6. Hinweise zur Liturgie im Umfeld von Krankheit, Sterben und Tod

6.1. Krankensalbung: Zur Krankensalbung in Privathäusern muss der Priester Schutzkleidung tragen.

6.2. Sterbebegleitung: Ein Besuch in einem Krankenhaus oder Altenheim oder Pflegeheim ist möglich zur Sterbebegleitung, auf ausdrücklichen Wunsch der Angehörigen und im Einvernehmen mit der Leitung des jeweiligen Krankenhauses oder Heimes.

6.3. Begräbnis: Für Bestattungen gelten die momentanen staatlichen Vorschriften. Danach dürfen bei Bestattungen nur der engste Familienkreis (max. 15 Personen), Bestattungsmitarbeiter und ein Geistlicher teilnehmen. Die Personen halten einen Abstand von 1,5 m zueinander ein. Trauerfeiern in geschlossenen Räumen sind zulässig, wenn die Türen geöffnet sind. Ein Requiem ist wieder möglich; dafür gelten aber die genannten Vor-gaben für die Feier der Messe.


7. Hinweise zu besonderen Feiern im Kirchenjahr

7.1. Fronleichnam: Der Festtag wird unter Einhaltung der obigen Vorgaben mit einer feierlichen Eucharistiefeier begangen. Die anschließende Prozession ist nicht möglich.

7.2. Bittgänge/Flurumgänge/Annafest: Prozessionen und gemeinschaftliche Wallfahrten können derzeit nicht stattfinden.